Allgemeine Hinweise bei drohendem Ausbildungssabbruch
Probleme während der Ausbildung sind leider keine Seltenheit. Bevor Sie Ihre Überlegungen, die Ausbildung abzubrechen, in die Tat umsetzen, sprechen Sie mit
- Ihrem Ausbilder oder Ihrer Ausbilderin im Betrieb,
- den Berufsschullehrern,
- den Ausbildungsberatern der Kammer oder
- mit Ihrem Team U25 beziehungsweise der Berufsberatung in der Agentur für Arbeit
Wichtig ist es, frühzeitig Kontakt aufzunehmen und zu klären, welche Probleme und Gründe für einen möglichen Ausbildungsabbruch vorliegen und unter welchen Bedingungen die Ausbildung fortgesetzt werden kann - dabei ist auch zu klären, ob und inwieweit die bisherige Ausbildungszeit angerechnet oder verlängert werden kann.
Gesundheitliche Gründe
Da ist wenig zu machen. Gehen Sie zum Team U25 beziehungsweise der Berufsberatung in Ihrer Agentur für Arbeit. Dort werden die gesundheitlichen Einschränkungen gründlich abgeklärt. Die Berater/-innen überlegen danach mit Ihnen zusammen, welche anderen Ausbildungsgänge für Sie in Betracht kommen und helfen Ihnen, einen neuen Ausbildungsplatz zu finden.
Schwierigkeiten in der Berufsschule
Sprechen Sie darüber offen mit Ihrem Ausbilder, vielleicht hat er Tipps. Die Agentur für Arbeit bietet auch kostenlose ausbildungsbegleitende Hilfen (abH = zusätzlicher Stützunterricht und sozialpädagogische Betreuung) an. In kleinen Gruppen oder im Einzeltraining helfen abH-Fachleute, schulische, fachpraktische oder persönliche Probleme zu überwinden.
Falsche Berufswahl
Sie merken, dass der Beruf nicht der Richtige für Sie ist. Überlegen Sie: Lohnt es sich durchzuhalten und den Ausbildungsabschluss zu machen und danach in einen anderen Bereich zu wechseln? Falls nicht, müssen Sie die Weichen neu stellen. Sie können jetzt eher beurteilen, was Sie wollen und was nicht. Sie können auch das Beratungsangebot des Teams U25 beziehungsweise er Berufsberatung in Ihrer Agentur für Arbeit in Anspruch nehmen.
Probleme mit dem Chef oder mit Kollegen
Der Beruf stimmt, aber die Firma nicht. Schauen Sie, ob Sie selbst etwas falsch machen; wenn nicht, versuchen Sie, mit Ihrem Chef oder mit den Kollegen ins Gespräch zu kommen. Bei ernsthaften Problemen hilft der Ausbildungsberater der Kammer oder Innung. Falls aber gar nichts geht, hilft nur der Wechsel in einen anderen Ausbildungsbetrieb. Hierbei unterstützen Sie die Ausbildungsberater der Kammern oder auch das Team U25 beziehungsweise die Berufsberatung in Ihrer Agentur für Arbeit.
Ist ein Ausbildungsabbruch bereits erfolgt, kann im Einzelfall (bei massiver Überforderung oder fehlender Motivation) auch eine berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme sinnvoll sein, um den erneuten Zugang zu einer Berufsausbildung zu ermöglichen.
Quelle: http://www.arbeitsagentur.de
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